Und? Wie Isses?
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Am vorletzten Freitag hat es dann doch noch geklappt. Ich habe mir bei der NGBK den mp3 player abgeholt und bin die Tour gelaufen. Ich fand es insgesamt richtig toll. Man spürte beim Hören und Laufen wie genau die Struktur für den Hörspaziergang angelegt wurde. Die drei unterschiedlichen Charaktere fügten sich wunderbar zusammen und gaben den Blick frei, den öffentlichen Raum mit anderen Augen zu betrachten. Immer wieder wurde man überrascht durch das exakte Timing der Hinweise zur Streckenführung und konnte sich so auf eine spannende Entdeckungsreise begeben. - Sehr schön!
Ecki
Also, ich habe am Sonntag bei herrlichstem Wetter den Hörspaziergang gemacht. Drei Charaktere zeigen mir ihren Kiez und das was ihnen dort wichtig ist. Drei Charaktere, drei Blickwinkel, drei Welten. Man blickt praktisch durch die Augen eines Anderen auf Orte, die einem vertraut sind und doch nimmt man sie anders wahr und sieht andere Dinge. Der Erzähler fungiert als Wahrnehmungsfilter, doch ist der Filter nicht so geschlossen, dass er die eigene Wahrnehmung nicht zulassen würde. Das macht den Spaziergang total spannend, 'bekanntes' und 'anderes' ergeben etwas individuell neues. Gemocht habe ich die Stelle an der man bei Lidl abgesetzt wird. Plötzlich wird man von einem Fremden besucht, der dir eine andere Geschichte zu diesem Ort erzählt. Es entsteht mein eigener Gedankenfilm.
Hanna
Tja, spannend, aufregend informativ, faszinierend, bewegend und belebend isses, kurzum sehr lohnenswert.
Ich würde es als eine Art Korallentauchen zu einem Kreuzberger Szenekiezriff beschreiben. Sobald man den Kopfhörer auf hat und Start drückt, wird man an die Hand genommen und in drei Welten entführt, die unterschiedlicher kaum sein könnten und so einen authentischen Eindruck vom bunten Anwohnergeflecht dieses Bezirks transportieren. Als sehr faszinierend empfand ich, wie man zum Teil selber in die anderen Welten schlüpft und die Orte plötzlich aus einer ganz anderen, fremden Perspektive sieht. Ein langweiliger Fleck Erde vor einer Parkmauer wird da zu einem bewegenden Ort, ebenso ein schlichter Sockel vor einem Supermarkt. Zudem erhält man eine ganze Reihe von spannenden Insider-Informationen. Diese führen einen dann auch in abenteuerliche Hinterhöfe, völlig abseits der Massenpfade. Ein Spaziergang, der sich wirklich lohnt, selbst für überzeugte Prenzlberger.
Markus
